Praxis Birgit Neumair

Als Mutter zweier Töchter darf ich das Wunder der kindlichen Entwicklung jeden Tag aufs Neue erleben.
Das Mutter Sein lässt mich viele Sichtweisen und die Therapiegestaltung immer wieder aufs Neue überdenken.
Bei der Wahl des Zeitpunktes einer logopädischen Beratung bzw. Therapie stehen die Bedürfnisse des Kindes im Mittelpunkt. Die Entscheidung für eine Therapie hängt nicht alleine vom Alter ab. Bestehen bei den Eltern Zweifel oder Fragen, ist die Beratung und gegebenen falls eine Begutachtung bei einer Logopädin empfehlenswert.
Als Therapeutin passe ich meine Therapiemethoden stets individuell an und stelle dabei die Stärken und Fähigkeiten der Kinder in den Vordergrund.
Eltern sind die wichtigsten Bezugspersonen der Kinder.. Daher stehen für mich ausführliche Gespräche und die Zusammenarbeit mit den Eltern im Vordergrund. Die Eltern werden in der Therapie angeleitet, die Spiele zu Hause durchzuführen und den familiären Alltag sprachfördernd zu gestalten.
Die Sprachentwicklung ist kein isolierter Vorgang, sondern in die Gesamtentwicklung der Kinder eingebettet. Die Zusammenarbeit mit verwandten Berufsgruppen wie Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Psychologen, Ärzten, Kindergartenpädagogen, Lehrern ist ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Sofern von Bedarf und Sie als Eltern damit einverstanden sind bzw. dies von ihnen ausdrücklich erwünscht ist, tausche ich mich gerne interdisziplinär aus, um Ihr Kind gezielt und bestmöglich zu fördern.
THERAPIE UND ANGEBOT

Verzögerung der Sprachentwicklung
Mit 2 Jahren soll ein Kind ca. 50 Wörter sprechen bzw. Zweiwortäußerungen sprechen.
Ist dies nicht der Fall, besteht das Risiko, eine Sprachentwicklungsverzögerung zu entwickeln.

Sprachentwicklungsstörung
Mehrere Bereiche in der Sprache sind hiervon gleichzeitig betroffen.
D.h. Es zeigen sich Schwierigkeiten in der Kommunikation, dem Sprachverständnis, dem Wortschatz und der Laut- und Satzbildung.

Störungen des Lauterwerbs
Einzelne Laute oder mehrere Laute werden falsch gebildet, ausgelassen oder durch einen anderen Laut ersetzt. Bis zu einem Altern von 3-4 Jahren sind einige Aussprachefehler normal.

Störung des Wortschatzes
Den Kindern fehlen in der Kommunikation notwendige Wörter.
Oft haben die Kinder auch Probleme, Wörter in einen Zusammenhang zu bringen. Des Weiteren zeigen sich auch Wortfindungs- und Wortspeicherschwierigkeiten.

Störung der Grammatik
Es zeigen sich Schwierigkeiten bei der Satzbildung. Dies kann Wörter oder Sätze betreffen. Beispielsweise sind die Endungen an Wörtern falsch, die Stelle der Wörter im Satz oder Wörter werden ganz ausgelassen.
Oft haben die Kinder auch Probleme, Wörter in einen Zusammenhang zu bringen. Des Weiteren zeigen sich auch Wortfindungs- und Wortspeicherschwierigkeiten.

Auditive Wahrnehmung- und Verarbeitungsstörung
Das Verarbeiten der auditiven Reize ist beeinträchtigt. D.h. Kinder zeigen Schwierigkeiten bei der Speicherung von auditiven Stimuli oder der Unterscheidung von ähnlich klingenden Lauten.
Dies kann auch zu Problemen im Lese- und Rechtschreiberwerb führen.

Sprachverständnisstörung
Das Kind versteht Anweisungen im Alltag nicht oder kann Gehörtes nicht wiedergeben.

Myofunktionelle Störung
Die Muskulatur im Gesichtsbereich befindet sich im Ungleichgewicht. D.h. die Kinder fallen durch eine offene Mundhaltung, Mundatmung und einem fehlerhaften Schluckmuster auf. Oftmals werden diese Kinder auch von Kieferorthopäden geschickt, da sich durch den Zungenstoß Zahnfehlstellungen entwickeln.

Pragmatik
Kinder haben Schwierigkeiten, Gespräche zu initiieren, sie aufrechtzuerhalten, Gesprächsregeln einzuhalten, zu erzählen und Blickkontakt zu halten.

Textverständnis / Textproduktion
Kinder haben Schwierigkeiten, Erlebtes in korrekter Reihenfolge zu erzählen und zentrale Inhalte des Erlebten zusammenhängend darzustellen.

Lese- Rechtschreibschwierigkeiten
Kinder haben Schwierigkeiten beim Erwerb der Schriftsprache.
Mögliche Anzeichen sind sehr langsames und fehlerhaftes Lesen, Auslassen und Verwechseln von Buchstaben oder Silben.

Komplexe Störungen
Autismus
Mutismus
Behinderungen, wie z.B. Trisomie 21
Cerebralparesen
LKG-Spalten
Neurologische Erkrankungen

Heidelberger Elterntraining
Gruppenprogramm für Eltern von zwei- bis dreijährigen Kindern mit verzögerter Sprachentwicklung
Das Heidelberger Elternprogramm wurde 2003 von Frau Dr. Anke Buschmann für Eltern und enge Bezugspersonen von Kindern mit verzögerter Sprachentwicklung entwickelt und im Universitätsklinukum Heidelberg erprobt.
Ziel ist die sprachliche Förderung des Kindes durch Anleitung der engsten Bezugspersonen zu einem bewusst sprachförderlichen Umgang mit ihrem Kind im Alltag. Es ist wichtig, die vielen kurzen Gesprächsmomente z.B. beim Essen, Anziehen, Spielen, Aufräumen, Bücher anschauen usw. gezielt zu nutzen und feinfühlig sprachfördernd auf die kindlichen Äußerungen einzugehen.
Im Rahmen einer wissenschaftlichen Längsstudie des Universitätsklinikum Heidelberg konnte die Wirksamkeit des Elterntraining klar nachgewiesen werden.